Changing Elements
NÄCHSTER GIG:
27. Juni 2015
Elbhangfest, Grottenwirtschaft

Oktober 09 - Kulturhaus Sonne (Schkeuditz)

 

Axecuter´s comment

 

Am 18.10.2009, dem Geburtstag unseres Lautenzupfers, sollte etwas, zumindest für uns, ganz Großes geschehen. Aber der Reihe nach.

Am Samstag, 17.10.2009, trafen wir uns in Radeberg zum Frühschoppen und Autos beladen. Auf Grund einiger Verspätung drummerseits ging dies auch zeimlich mobby vonstatten. Zwischendurch fuhren wir ins Zoundhouse, um Saiten, Bassdrumfell und Kleinkram zu kaufen, sowie ein Multicore mit Stagebox auszuleihen. Außerdem musste noch Futter gekauft werden, denn vor der großen Reise wollten wir uns noch die Plauze vollhauen, da wir nicht wussten, was uns in Schkeuditz erwartet. Wieder in Radeberg wurde kräftig gespachtelt. Schnubbi und Stefan verließen uns schon zeitig wegen einem geheimen Geheimauftrag. Ed und ich spachtelten noch die Reste auf und machten uns ebenso auf den Weg.

Die Fahrt war sehr entspannt bei einer kräftigen Brise Deep Purple in unseren Ohren. Als es schon dunkelte, erreichten wir Schkeuditz und das Haus der Familie Metzing, die uns allerliebst aufnahm, verköstigte und Unterschlupf gewährte, denn auch an diesem Tag war der Wettergott nicht unser Kumpel. Vielen Dank sei hiermit an die lieben Schkeuditzer gesagt. Nach erneut kräftiger Mahlzeit kloppten Ed, Jan, der aus dem Vogtland angereist kam, und ich erstmal bei Bier und Knabberei eine Runde Skat. Auf Dauer wurden wir allerdings alle ziemlich müde und konnten es kaum erwarten, in die Koje zu hüpfen. Doch da war ja noch die Top Secret Mission, so daß wir mit einiger Mühe die Guggeln noch bis zwölf offen hielten.

Wir gratulierten Ed zu seinem Ehrentage und überreichten ihm ein Geschenk, das wohl alles bisher dagewesene locker in den Schatten stellte. Schnubbi hatte über einen geschickten Metallbauer in Halle einen Barhocker in Form von Ed´s Strat anfertigen lassen. Dazu gehörten noch Notenschlüssel und DP-Applikation. Selbst Saiten, Pick ups und Potis waren implementiert, so daß dieser Hocker wohl das geilste Teil, das es gibt, darstellt. Vielleicht gibt´s ja irgendwo hier auf der Seite mal ein paar Bilder von diesem Thron. Mit breitem Grinsen in den Gesichtern gingen wir dann pennen, um für den nächsten Tag fit zu sein.

 

Sonntag waren wir dann früh auf den Beinen, denn es gab eine Menge zu tun. Nach ergiebigem Frühstück machten wir uns auf den Weg in die Sonne. Dort angekommen entluden wir die Fahrzeuge und nahmen die Bühne in Beschlag. Das Instrumentarium war recht schnell aufgestellt. Es folgte der Soundcheck, der eine ganze Weile dauerte, was aber gut so war. An der geliehenen Stagebox waren ein paar Buchsen defekt, was für ersten Unmut sorgte, da wir aber nur etwa die Hälfte der Buchsen benötigten, fanden wir genügend, die betriebsbereit waren. Um uns herum waren die Jungs vom Lichte schwer am schuften und testen. Gegen 15.00 Uhr war dann auch der Sound perfekt eingestellt. An dieser Stelle sei ganz besonders Frank gedankt. Ohne ihn wären wir nur laut gewesen.

Gegen 16.20 Uhr gingen die Spots an, wurde die Bühne in dicken Nebel gehüllt und wir begannen zu spielen. Obwohl wir uns fast eingeschissen hätten vor dem Gig, war on stage alles vergessen und wir rockten den Saal, als gäbe es kein Morgen. Die Wahnsinnscrowd von 17 Menschen ging gut mit und forderte sogar lautstark eine Zugabe, die wir den doch recht weit gereisten, aus Meck-Pom waren auch welche da, nicht verwehrten. Danken möchte ich an dieser Stelle auch den zwei Lichttechnikern, die uns einwandfrei mit Licht und Nebel in Szene zu setzen vermochten.

Nach dem Gig gaben Jan und ich noch ein kurzen Interview für die LVZ, bevor wir eiligst abbauten und die Bühne räumten. Für die art capella-Truppe stand die gesamte Band auch noch Rede und Antwort, bevor uns der Hunger in gegenüberliegende Pizzeria trieb. Gestärkt und überglücklich über den sehr gelungenen Gig fuhren wir zurück in die Heimat.

In den darauffolgenden Tagen erhielten wir Ton und Bildmitschnitte vom Gig sowie zwei postive Reviews in der LVZ (siehe unten) und auf der Homepage von art capella. Glücklich wie kleine Schuljungs im Angesicht der großen Zuckertüte resümierten wir noch Tage später den Gig. Und wenn ich an diesen zurückdenke, wird mir ganz schauerlich auf dem Rücken. Sowas geiles sollte nie vergehen!!!

 Axecuter

 

Leipziger Volkszeitung, 20.10.2009

<< Irgendwo im Erzgebirge 05/09 Katakombenmugge 11/09 >>