Changing Elements
NÄCHSTER GIG:
27. Juni 2015
Elbhangfest, Grottenwirtschaft

Juni 10 - Elbhangfest



   Axecuter´s comment


Nun, lange ist´s her gewesen, dass wir vor Publikum gezockt haben. Am 26.06.2010 war´s dann soweit.

Zwischen 10.30 und 11.00 Uhr ging es in Radeberg mit dem Zusammenpacken unseres Equipments los. Da der Kretzschenmann ni ganz pünktlich war, haben wir die letzte Tinte auf seine Kosten gegulgt und Ed damit seine Wette verloren. Glücklicherweise hat er nix auf den Drummer gesetzt.

Gegen eins schnipsten wir dann Richtung Grottenwirtschaft, den Ort, an dem wir Hell over the Elbhang bringen würden. Gut gelaunt und in sommerlicher Hitze räumten wir Stefans Bus aus und befüllten die Garage mit unserem Krempel.

Gegen zwei begannen dann als erste Combo dieses Tages Much & Hach, die in sehr folkiger Art und Weise so manchen Hit von Simon and Garfunkel bis Bob Dylan zum besten gaben. Mit reichlich Bier dazu kamen diese Gassenhauer gut an.

Im Anschluss daran wurde heftig gebaut, um alles für COSMIC NOISE vorzubereiten, die für die Polymer Revival Band eingesprungen sind, die seltsamerweise plötzlich keinen Bock mehr auf Musi hatten, zumindest teilweise. Komischer Haufen...

Nun ja, COSMIC NOISE versetzten uns dann in einen Rausch kosmischer Geräusche und Klangwelten, indem sie Songs interpretierten, in denen es immer irgendwie um Weltall, Raumfahrt und himmlische Helden ging, sehr spannend das Ganze. Irgendwie hatten der Drummer und ich uns ziemlich in den galaktischen Gefilden der Kosmonauten verloren, so dass wir eher zum Pennen als zum Zocken aufgelegt waren, was wohl eher der Hitze und dem Alkohol geschuldet war als der Darbietung der Kosmonauten.

Nach schier unendlichen Weiten war dann unsere Zeit gekommen. Nach Aufbau und kurzem Soundcheck legten wir gleich los. Obwohl der Sound on stage recht merkwürdig erschien, weil jeder von uns irgendwas nich so genau auf dem Schirm hatte (Ed hörte sich schlecht, ich mich schlecht und dem Rest erging es kaum besser), war ich recht schnell von der Qualität unserer Darbietung überzeugt. Gut gelaunte Leute blieben stehen, um uns zu lauschen, und bei "Smoke on the water" gab´s sogar Jubel aus einer Kutsche.

Schlussendlich waren wir wohl so gut, dass der Mob da draußen doch glatt das Ohr nicht vollkriegen konnte und wir nach einer Live-Improvisation, die ich sehr gelungen fand, "Highway Star" und "Torn" glatt nochmal spielten. Doch auch das schien nicht genug. Der fiese Pöbel hätte uns lieber verdursten lassen als uns das Ende der Show gegönnt. Da unsere Kehlen aber brannten wie der Sand in der Wüste Gobi und der Gerstensaft uns lockte, bescherten wir dem Rummel ein jähes Ende und gluckerten erstmal in kühlem Abendwinde und bei Lob aus allen Ecken ein Bierchen, bevor wir abbauten und das Feld räumten. 

    

Bevor wir das Weite suchten, verspachtelten wir noch die Reste, die keiner mehr haben wollte, schlürften das letzte Getränk und verließen den Ort, der uns an diesem Abend so viel Freude machte. Ein großes Dankeschön geht an das Team der Grottenwirtschaft für Speis und Trank und die Möglichkeit, unser Liedgut dem Wind mitgeben zu können, der es an diesem Abend hoffentlich sehr weit getragen hat.

Mir hat´s tierisch Laune gemacht und so der Rockgott will, kommen wir nächstes Jahr wieder, jawoll!!!

Axecuter


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Besser als Fußball:   Inges Eindrücke

Mein erster Auftritt mit CHANGING ELEMENTS… Eigentlich wollte ich an diesem Abend einfach nur Keyboard spielen.  Aber dann sagte die Band, die für den Nachmittag engagiert war, kurzfristig ab, meine alten Bekannten von COSMIC NOISE sprangen für sie ein, und ich verbrachte viel Zeit mit Telefonaten und e-mails, um die Vorstellungen der Bands und der Veranstalter sowie die vorhandene Technik und deren Transport (großes Dankeschön an Stefan!) sinnvoll zu koordinieren. Egal – Bands, Veranstalter und Technik waren zur rechten Zeit am rechten Ort, das Wetter war prächtig und die deutsche Fußballmannschaft so freundlich, Gruppenerster zu werden und somit nicht zur gleichen Zeit wie wir zu spielen.

Die Grottenwirtschaft – an 362 Tagen im Jahr ein einfacher Partykeller an der Straße zwischen Wachwitz und Niederpoyritz – hatte ein paar Biertische auf die andere Straßenseite gestellt, wo wir – mehr oder weniger im Schatten und wahlweise bei Kaffee und Kuchen oder Kaltgetränken – nach dem Abladen der Technik den Darbietungen unserer Vorbands lauschen konnten. Much & Hach sowie Kosmonaut Petrov und seine Mannen bemühten sich mit begrenztem Erfolg, das vorbeieilende nachmittägliche Publikum zum Verweilen oder doch wenigstens zum Erwerb eines Bieres oder der Ablage von überzähligem  Kleingeld im bereitgestellten Gitarrenkoffer zu bewegen. Irgendwann kamen COSMIC NOISE zum Schluss, und ich begann mich zu fragen, welcher Teufel mich geritten hat, dass ich jetzt freiwillig den gemütlichen Platz am Biertisch gegen den stressigen hinterm Keyboard eintausche. Weitere Gedanken dieser Art gingen in der Auf- und Umbauhektik unter.

Schließlich stand alles, klang alles, und wir gingen vom Soundcheck nahtlos zum Auftritt über. Was meine grauen Zellen nach den ersten Takten von „Highway Star“ zu der Erkenntnis bewog, dass es jetzt wohl losgegangen sei und ich aufgeregt sein müsse. Folgerichtig verfitzten sich gegen Ende des Orgelsolos meine Finger gewaltig. Danach „Child in Time“ – eigentlich ein schönes Stück, nicht wirklich schwer, aber da die Orgel eine gefühlte Ewigkeit allein spielt, merkt selbst das Publikum, wenn sich der Keyboarder verhaut. Nach den ersten Stücken wusste ich nicht so recht, was ich denken sollte – die optimistische Gehirnhälfte sagte: „Für‘s erste Mal war’s OK…“, die pessimistische meinte: „Wenn du so weitermachst, schmeißen sie dich raus.“

Danach kamen ein paar eigene Stücke, die wir gründlicher geprobt hatten, und es begann richtig Spaß zu machen. Selbst das Solo in „Perfect Strangers“ lief wirklich gut. Ich konnte sogar gelegentlich den Blick über den Rand meiner Keyboardfestung heben und stellte fest, dass neben einer  Handvoll geladener Fans eine ganze Reihe Unbekannter stehengeblieben war, um uns zu lauschen und zuzujubeln. Ob’s an der späteren Stunde oder an unserem auserlesenen Repertoire lag – wer weiß? Irgendwie war’s dann viel zu schnell vorbei. Ed ließ sich noch zu ein paar Zugaben überreden, und beim zweiten Mal klappte auch „Highway Star“ viel besser. Eine gemeinsame Improvisation von Gitarre und Keyboard war etwas putzig – Ed war zu mir rübergekommen, aber sein Verstärker blieb aus naheliegenden Gründen auf der anderen Seite stehen, so dass ich zwar sah, wann er spielte, aber nicht hörte, was. Egal, war trotzdem schön.

Ja, und schließlich saßen wir wieder an den Biertischen, ließen Komplimente über uns ergehen, freuten uns über den echten Vollmond und den, der auf der Elbe geschwommen kam, und mir fiel auf, dass ich gar nicht drauf geachtet habe, ob sich Axel diesmal über die Fläche eines Bierdeckels hinausbewegt hat…

Inge

 

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